Anmeldung

Vorname:

Nachname:

Handynummer:
+43

TEILNAHME

Setz dich jetzt für Menschen in Gefahr ein - schnell, einfach und kostenlos: per SMS.

mobile:action ist ein kostenloser Service von Amnesty International Österreich – und eine einfache Möglichkeit, dich für akut bedrohte Menschen via SMS einzusetzen. So können wir gemeinsam rasch auf  Folter, Gewalt, Verschleppung oder Vertreibung reagieren.

Um Menschenrechtsverletzungen rasch zu stoppen, aktiviert Amnesty International Österreich sein Urgent Action - Netzwerk auch via Mobiltelefon:

Als SMS-Aktivist*in erhältst du etwa zwei Mal pro Monat einen Aktionsaufruf per SMS. Du antwortest mit einem von uns erstellten Keyword (zB.: ACT) und nimmst damit an der Protestaktion teil

>> Mehr Infos zur Anmeldung

 

 

 

 

AKTUELLER FALL

Russische Föderation

Russische Föderation_243480_Gefängnis_c_Tverskoi Vagonostroitelny Zavod

11. Oktober 2017

Der 22-jährige Aleksandr Eivazov begann im Oktober 2016 im Gericht des Oktyabrsky-Landkreises in Sankt Petersburg als Gerichtssekretär in der Hoffnung, eines Tages Richter zu werden. Die Verstöße gegen Arbeitsrechte und ethische Grundsätze im Justizwesen, die er im Gericht erlebte, schockierten ihn. So wurden beispielsweise Sekretär*innen aufgefordert, Protokolle über Verhandlungstermine zu fälschen und Richter*innen verstießen gegen den Grundsatz der Unabhängigkeit der Justiz, indem sie ihre Beratungen nicht hinter verschlossenen Türen durchführten.

Aleksandr Eivazov schickte Dutzende Beschwerden an die Vorsitzenden von höherinstanzlichen Gerichten, das Qualifizierungskollegium der Justiz, den Inlandsgeheimdienst und den Ermittlungsausschuss. Da er keine Reaktion erhielt, veröffentlichte er seine Kritik schließlich in den Sozialen Medien und informierte Journalist*innen. Im Dezember 2016 kündigte er seine Stelle.

Nach seiner Kündigung erhielt er im Januar 2017 Besuch des stellvertretenden Vorsitzenden des Gerichts in Begleitung von Polizist*innen. Sie forderten ihn auf, das rückdatierte Protokoll einer Gerichtsverhandlung zu unterzeichnen, das von einem anderen Sekretär verfasst worden war. Er lehnte dies ab. Kurz darauf forderte der Vorsitzende des Gerichts die Ermittlungsbehörde auf, ein Strafverfahren wegen Behinderung der Justiz gegen Aleksandr Eivazov einzuleiten. Aleksandr Eivazov wurde am 22. August in Sotschi im Südwesten Russlands inhaftiert und befindet sich derzeit in Sankt Petersburg in Untersuchungshaft. Seit seiner Kindheit leidet er an Asthma, erhält in Haft aber weder die benötigten Medikamente noch eine angemessene medizinische Behandlung.